So erkennen Sie Vogelarten
So erkennen Sie Vogelarten
Hier finden Sie die wichtigsten Merkmale, um selbst Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig bestimmen zu können. Aber: Versuchen Sie es doch einfach mal!
1. Größe: Zur Größenbestimmung empfiehlt sich ein Vergleich mit einer bekannten Vogelart, wie z. B. Sperling, Amsel, Stockente oder Höckerschwan. Dies ermöglicht eine grobe Einordnung des beobachteten Vogels.
2. Färbung: Die großflächige Färbung von Kopf, Ober- und Unterseite gibt entscheidende Hinweise zur Art. So ist ein amselgroßer Vogel mit dunklem Gefieder und heller Brust wahrscheinlich eine Wasseramsel.
3. Zeichnung: Alle Zeichnungselemente wie Flecken, Streifen, Bänder oder Musterungen sind für die Bestimmung einer Art sehr wichtig. So ist eine Schwalbe mit weißem Schwanzansatz (Bürzel), schwarzer Kopfhaube und weißer Kehle sicher eine Mehlschwalbe.
4. Gestaltmerkmale: Unterschiede in der Gestalt ergeben sich durch die verschieden Verhältnisse der einzelnen Gliedmaßen zueinander: Eine lang gestreckte Gestalt, wie man sie bei der Bachstelze findet, unterscheidet sich deutlich von der kompakten Gestalt eines Finken.
5. Färbung federloser Partien: Auch die Färbung von Schnabel, Augen, Beinen und federlosen Gesichtspartien gibt wichtige Hinweise. So lässt sich der Waldkauz mit seinen dunklen Augen von der Sumpfohreule mit ihren gelben Augen unterscheiden.
6. Bewegung: Flugweise und Bewegungen am Boden sind oft kennzeichnend. Bei Spechten ist der Flug wellenförmig, bei Finken hüpfend und Greifvögel schweben oder rütteln im Flug. Am Boden laufen manche Arten wie die Feldlerche, oder sie hüpfen wie der Sperling. Manche Arten wippen mit dem Schwanz wie die Bachstelze oder knicksen wie der Rotschwanz.
7. Stimme: Rufe und Gesänge sind meist artspezifisch, so dass auch über diese Merkmale eine Bestimmung möglich ist. Manche Arten rufen sogar ihren Namen, wie der Zilpzalp oder der Kuckuck.
8. Vergleich: Vergleichen Sie die beobachtete Art mit Ihnen bekannten Arten: Eine Meise mit einem langen Schwanz wie eine Bachstelze ist mit Sicherheit eine Schwanzmeise.
9. Zeit und Ort: Auch Jahres- und Tageszeit, Ort und Wetter können die Bestimmung erleichtern. So ist eine in Mitteleuropa im November beobachtete Stelze mit gelber Brust höchstwahrscheinlich eine Gebirgsstelze, da die Schafsstelze in dieser Zeit in ihrem afrikanischen Winterquartier ist.
10. Lebensraum: Der Lebensraum, in dem eine Art vorkommt, ist für diese Art charakteristisch. Man wird nur selten eine Feldlerche im Wald beobachten können, da diese Art auf offenen Grasflächen vorkommt. Allerdings können während der Zugzeit Vögel auch an ungewöhnlichen Orten auftreten.
11. Sichtverhältnisse: Je nach Lichtverhältnissen, Bewegungsrichtung und umgebender Vegetation kann ein Vogel mehr oder weniger gut zu erkennen und somit leicht oder schwer bestimmbar sein. Versuchen Sie den Vogel so lange zu beobachten, bis Sie eindeutige Merkmale erkennen können.







