Erfahrungsbericht - Canon EOS 1D Mark IV
Canon EOS 1D Mark IV
Mit der EOS-1D Mark IV brachte Canon einen Nachfolger der Profi-Spiegelreflexkamera EOS-1D Mark III auf den Markt. Bei dem inzwischen fünften Profi-Kameragehäuse für den Actionbereich ist dem ersten Anschein nach alles beim alten geblieben. Auf den ersten Blick sind Änderungen zum Vorgänger, der EOS D1 Mark III, kaum sichtbar. Nur das Mikrofon verrät, das es sich um die neue Mark IV und nicht um den Vorgänger, die Canon EOS Mark III 1D handelt. Das neue Modell von Canon mit einer Auflösung von 16,1 Megapixeln, Full HD Video Funktion, und einem ISO Bereich zwischen 50 und 102.400 ist ein echtes Arbeitspferd dessen Stärken im Detail liegen und auf das professionelle Sport-, Natur- und Pressefotografen gewartet haben.
Technische Daten
* 16,1 Megapixel APS-H CMOS-Sensor
* 10 B/s; Pufferspeicher für bis zu 121 JPEG-komprimierte Bilder
* 45 AF-Messfelder mit 39 AF-Kreuzsensoren
* Full HD (1080p) Movies mit manueller Steuerung
* High-ISO-Bereich erweiterbar auf bis zu ISO 102.400
* 7,6 cm (3,0 Zoll) Clear View II LCD mit Live-View-Modus
* Dual „DIGIC 4“
* EOS Integrated Cleaning System
Besonderheiten
Das Gehäuse der EOS 1D Mark IV fällt wie bereits aus früheren 1-er Modellen bekannt recht groß aus. Das liegt vor allem am Griff der Kamera, der Hochformat-Aufnahmen mit der gleichen Handhaltung wie Querformat-Fotos zulässt. Nimmt man die Kamera in die Hand, so hat man gleich ein gutes Gefühl. Die fast 1,2 kg schwere Kamera schmiegt sich einfach perfekt an die Hand macht einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung ist wie die meisten Canon Profigeräte durch Dichtungen vor Wetter und Staub geschützt. Die Größe des Sensor unterscheidet die Liga der Vollformat Profikameras von der breiten Palette der APS-C-Kameras die zumeist für den Hobbybedarf gebaut wurden. Das Herzstück der neuen Canon EOS 1D Mark IV bildet ein CMOS-Sensor im APS-H-Format, der für Fotografien mit einer Auflösung von 16,1 Megapixeln mit 14-Bit-Analog-Digitalwandlung sorgt. Grund das Canon sich erneut zugunsten des APS-H-Sensors entschieden hat könnte sein, dass der Sensor, der etwas kleiner als ein Vollformatsensor ist, zur hohen Geschwindigkeit der D1-Serie beiträgt. Gleich zwei DIGIC 4-Prozessoren sorgen unter anderem dafür, dass mit voller Auflösung zehn Bilder pro Sekunde mit Schärfenachführung gemacht werden können. Der Pufferspeicher schafft mit dieser vollen Auflösung 121 JPEG-Bilder bzw. 21 RAW-Bilder in Folge. Mit diesen Daten sorgt die EOS 1D Mark IV, dass alle Action-, Wildlife- und Sportfotografen wenn es auf Geschwindigkeit ankommt immer ihre Motive im Kasten haben. Besonders diese Gruppe dürfte dann auch an dem neuen Autofokussystem Gefallen finden. Hier hat Canon nun extrem nachgearbeitet und stellt eine vollständig neue Entwicklung mit insgesamt 45 AF-Meßfeldern, wovon 39 als Kreuzsensoren gearbeitet wurden dar. Die 45 Felder sind alle einzeln adressierbar und können auf 19, 11 oder lediglich die inneren oder die äußeren 9 geschaltet werden. Die spezifische Messfeldanwahl, und vielfachen Prioritäten für Nachführung, Transportgeschwindigkeit oder Auslösung sind weitere Highlights. Der AF der Canon EOS 1D Mark IV arbeitet extrem schnell und in jeder Situation präzise. In vier Monaten konnten wir weder bei AI-Servo noch im One-Shot Modus, bei der Fokussierung irgendwelche Schwächen feststellen! Selbst bei der maximalen Bildrate von 10 Bildern pro Sekunde gab es fast immer größere Treffsicherheit und Präzision als beim Vorgänger, und selbst unter unterschiedlichsten Lichtverhältnissen außerordentlich zuverlässige und scharfe Ergebnisse. Auch die neue Canon EOS 1D Mark IV verfügt wie auch der Vorgänger über zwei Cardslots. Die Bilder lassen sich auf Compact Flash- und SD/SDHC -Karten speichern, und auch auf beide Speichertypen verteilen. So können beispielsweise die RAW-Daten auf einer, die JPEG-Daten auf der anderen Karte gespeichert werden.
Bildqualität
Die Bildqualität konnte sich in den vergangenen Monaten sehr gut bewähren. Die Aufnahmen zeichnen sich durch eine sehr hohe Farbtiefe und ein excelentes Rauschverhalten aus. Auch kontrastreiche Motive werden sehr gut gemeistert, und sowohl dunkle Bildflächen als auch die hellen Bildpartien optimal wiedergegeben. Das Bildrauschen ist auch bei hohen ISO-Empfindlichkeiten bis 3200 kaum sichtbar. Der automatische Weißabgleich funktioniert perfekt.
Fazit:
Es sind sicher noch ein paar Kleinigkeiten mehr die diese Kamera zu bieten hat. Die wichtigsten für uns habe ich aber hier genannt. Die Canon EOS Mark IV 1D setzt eine erfolgreiche Linie von Profikameras mit Spitzentechnik fort. Sie ist ein Arbeitsgerät auf den Stand der modernsten Technik für professionelle Sport-, Natur- und Actionaufnahmen. Sie stellt viele neue Funktionen wie z.B. die Vignettierungskorrektur erstmals in einem Gerät der Profi-Serie zur Verfügung. Belichtung und der zuverlässige Autofokus sind auf einem absoluten Top-Niveau. Selbst bei schnellen Actionbildern gibt es nur sehr wenig Ausschuss. Diese Kamera verbindet perfekt, Schnelligkeit, hohe Auflösung, hohe ISO-Performance, Robustheit und eine sehr gute Bildqualität in einem Gehäuse. Die Canon EOS 1D Mark IV bietet dem Fotografen die Möglichkeit, sich wieder auf seine ursprünglichen Aufgaben zu konzentrieren - dem entscheidenden Moment der Aufnahme.
Der Preis, der hier wirklich sehr gepfeffert ist: 4699,-Euro!!!








